Es Trenc

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Es Trenc Playa – Quo vadis?

Strand-Report / Eine kritische Betrachtung
August 2017
Geschrieben von susanne.hecker@beachtimetravelling.com

Es Trenc ist für mich der schönste Strand Mallorcas. Er ist einer der schönsten Strände Europas. Eine der schönsten Strände der Welt. Daher sollte man dieses schöne Fleckchen Erde unbedingt schützen.

Mallorca verzeichnet einen Tourismuszuwachs um 25%. Dieses Wachstum hat positive Seiten, beängstigt jedoch auch viele Mallorquiner aus nachvollziehbaren Gründen. Auch der schönste Strand der Insel muss leiden: Sandverlust, Anfahrtschaos, Stau und Abgase, überfüllte Strandplätze.

Wie man hier dennoch seine Zeit genießen kann und was bereits getan wurde, um die Einzigartigkeit von Es Trenc zu schützen, verraten wir Euch hier in diesem Artikel. 

Die Platja Es Trenc ist der letzte unverbaute, großer Naturstrand Mallorcas.  Umgeben von Dünen, Salzfeldern und einem Pinienwald, die zusammen ein rund 1490 Hektar-großes Naturschutzgebiet ergeben.

Es Trenc liegt zwischen Sa Rapita und Colonia St. Jordi. Die Platja besteht aus einer kilometerlangen Küste mit weißem Sand, kristallklarem Wasser und sehr sanftem Wellengang. „Karibisch“, „Paradiesisch“ – das sind Attribute, die typischerweise mit Es Trenc verbunden werden.

Traumstrand, Sandstrand
Wie kommen gerne morgens zum Strand. Dann ist es dort noch friedlich, das Wasser sehr ruhig, wie in der Badewanne.
Mir fällt auf, dass sich die Yachten, die vor Es Trenc ankern, auch von Jahr zu Jahr vermehren. Mich persönlich stört der Ausblick auf schöne Boote nicht. Bleibt nur zu hoffen, dass das Poseidongras nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Dieses Gebiet ist schützenswert! Daher ist es durchaus zu befürworten, dass die mallorquinische Regierung die Naturschutzmaßnahmen an den Stränden von Mallorca deutlich intensiviert hat. Nur sind es auch die richtigen?

Was bisher passiert ist

Die Chiringuitos wurden abgerissen. Die fest installierten Strandbars im Osten und der Mitte des Strands gehörten für mich jahrelang zum typischen Bild von Es Trenc. Mindestens 6 Jahre sah ich dort die selben Angestellten wieder. Hier tranken wir am späteren Nachmittag ein, zwei Clara oder Tinto de Verano. Und – auch das Thema muss mal angesprochen werden – hier konnte man für 50cent ordentlich zur Toilette und Hände waschen gehen.

Wo einst die Strandbar stand...
2017 wird es nach Aussage der Touristeninformation am Es Trenc keine Strandbars mehr geben. Die Umweltbehörde und Gemeinde stritten sich zu lange um die Art und Weise des Abriss-Vorgangs und Vergabe der neuen Betreiberrechte. Daher müssen wir uns wohl diesbezüglich gedulden und warten, was 2018 passieren wird.

Die aktuelle Situation zusammengefasst: Keine Toiletten, keine Strandbars. Stattdessen bringen sich die Besucher ihre Verpflegung selbst mit oder kaufen sich Dosen zu 3 Euro /Stück von „fliegenden Händlern“ am Strand.

Das führt mich automatisch zum nächsten Thema:
Es Trenc hat ein Müllproblem, das sich bereits seit einigen Jahren nicht mehr wegdiskutieren lässt. Hier sollte sich wirklich jeder Besucher selbst ermahnen und mithelfen. Es ist ganz einfach: Die Verpackungen, die man mitgebracht hat, wieder mitnehmen oder ordentlich in der Mülltonne entsorgen.

Mallorcas Behörden versuchen außerdem den Besucheransturm auf Es Trenc einzuschränken, indem sie ein neues Parkkonzept implementieren, dass 1.500 kostenpflichtige Parkplätze statt bisher rund 3.000 Stellplätze zur Verfügung stellt. Ich wage hier mal vorsichtig zu bezweifeln, dass dies wirklich die Lösung des Problems darstellt. Jedoch ist das Parken an sich, insbesondere die Abfahrt vom Parkplatz (separate Zu- und Abfahrt) deutlich besser gelöst als früher.


Unser Fazit:

Wir sind sehr dafür, dass mehr in den Naturschutz und in den Schutz von Es Trenc investiert wird. Daher begrüßen wir die erhöhte Aufmerksamkeit für dieses Thema. 

Mit diesem Artikel möchten wir weiterhin für mehr Umweltschutz begeistern.

Jedoch hoffen wir, dass zukünftig die richtigen Aktionen angestoßen werden.
Laut einem Interview des Mallorca Magazins mit Sebastiá Sagreras, Bürgermeister von Campos, flossen durch die Bewirtung am Es Trenc 2016 rund 1,2 Mio Euro in die Gemeindekasse von Campos. Einnahmen, die dieses Jahr fehlen werden. Die Betreiber der Strandbars kümmerten sich um die Entsorgung der Abfälle. Mehr als 20 Jahre lang haben sie dort ihre Arbeit verrichtet.
Die neuen, mobilen Chiringuitos, die erst ab der kommenden Saison 2018 dort aufgebaut werden sollen, dürfen nur noch halb so groß sein wie die alten Standlokale. Daher wird auch weniger Personal benötigt.
Positiv hingegen sehen wir die Installation von Shuttlebussen zu erschwinglichen Preisen (1,50 Euro pro Fahrt), die aktuell in der Hauptsaison 10 Hin- und Rückfahrten anbieten wollen. Das kennen wir von Formentera und Ses Illetes. Dort funktioniert das sehr gut.
Insgesamt sind wir sehr gespannt wie es weitergeht. Hoffentlich gibt es nächstes Jahr eine umweltbewusste, erfolgreiche, entspannte Strandsaison am Es Trenc, mit kühlen Getränken und Toiletten an einer ordentlichen Strandbar. 🏝

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